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Künstliche Intelligenz

Lernen und Lehren mit künstlicher Intelligenz (KI) – Wozu braucht es noch Menschen?

Ein Keynote-Video von und mit Jöran Muuß-Merholz

Ein Vortragsvideo aus der Reihe „Impulse zur Schulentwicklung und Unterrichtsentwicklung“ (Nr. 3 von 10)

Screenshot aus dem Video „Lernen und Lehren mit künstlicher Intelligenz (KI) – Wozu braucht es noch Menschen? (NLQ-Impulse 3)“ von der Agentur J&K – Jöran und Konsorten im Auftrag des Niedersächsisches Landesinstituts für schulische Qualitätsentwicklung (NLQ) unter CC BY 4.0

2020: Ich halte Menschen für Bots.

Wie funktionieren automatische Antwortvorschläge im Messenger, und was lernen wir daraus?

Diverse Messenger (Telegram, WhatsApp, Teams …) bieten mir neuerdings automatisch generierte Vorschläge für Antworten auf Nachrichten an. Wird das dazu führen, dass ich Menschen in Zukunft fälschlich für Bots halte?

Screenshot einer Telegram-Nachricht: „Das ist schonmal gut, danke“. Telegram zeigt Buttons „Keine Ursache“ und „Bitte, gern geschehen“

Automatische Antwortvorschläge im Messenger (hier am Beispiel von Telegram)

Corona Log 7: Verändert WhatsApp das Lernen stärker als Künstliche Intelligenz? Der Horizon Report im Corona-Licht

Tag 10: „Ausgerechnet Du hast mich gerettet“

Sonntag, der 22.3.2020. Im Horizon Report wird jährlich die Zukunft des Lernens und Lehrens mit neuen Technologien vorhergesagt . Im Lichte der Coronakrise wirken die Prognosen plötzlich irgendwie „daneben“. Alltagsmedien wie WhatsApp, Dropbox und E-Mails erweisen sich als die wahren Killer-Applications. Was wird davon bleiben?

Ausschnitt aus dem Inhaltsverzeichnis des Horizon Reports: Emerging Technologies & Practices; Adaptive Learning Technologies; AI/Machine Learning Education Applications; AnalyticsforStudentSuccess, Elevation of Instructional Design, Learning Engineering, and UX Design, Open Educational Resources, XR (AR, VR, MR, Haptic) Technologies

Aus dem Inhaltsverzeichnis des Horizon Reports 2020

Sitzsäcke sind das neue Sprachlabor. Digitale Geräte, K.I. und bunte Möbel machen noch keine moderne Schule

von Jöran Muuß-Merholz (2019)*

Es gibt zwei verbreitete Bilder, mit denen das Thema „Lernen mit digitalen Medien“ in der Schule visualisiert wird. Das erste, schon etwas ältere Bild zeigt Tischreihen mit Computern darauf. Schüler sitzen dahinter in Reih und Glied, alle bedienen ihren PC. Das Setting erinnert an die Sprachlabore der 1970er und 1980er Jahre. Dieses Bild steht für die alte Schule mit uniformen Schülern und instruktionistischer Lehre.

2019 sieht man häufiger ein neues Bild. Darauf liegen Schüler in bunten Sitzsäcken oder sitzen auf würfelartigen Hockern. Auf den Knien bedienen sie ein iPad. Dahinter steckt das Versprechen der Individualisierung durch digitale Medien. Jeder Lernende hat ein für sich maßgeschneidertes Lernangebot, kann sich also auch einen individuellen Lernort aussuchen.

Sprachkabinett

Ausschnitt aus „Sprachkabinett“ von Eugen Nosko, Deutsche Fotothek unter CC BY-SA-3.0-de via Wikimedia Commons

Stefania Druga: „We need A.I.-Education!“ [Video, englisch]

„Making the Future“ Talk von Stefania Druga bei der Körber Stiftung

Stefania Druga sprach über ihre Arbeit am MIT Media Lab, als Gründerin von HacKIDemia und Erfinderin der CogniMates. Ihr Credo: Wir brauchen kein Schulfach Programmieren, wir brauchen projektbasiertes Lernen! Und wenn schon digitale Kompetenzen, dann nicht Coding, sondern „A.I.-Education“.

Stefania Druga und Jöran Muuß-Merholz

Eine K.I. als persönlicher Assistent für das Lernen – der „Knowledge Navigator“ von Apple (1987)

Das folgende Video von Apple über den „Knowledge Navigator“ zeigt, wie ein digitaler Assistent mit künstlicher Intelligenz beim Lernen und Arbeiten unterstützt. Es trifft ziemlich genau das, was wir uns 2017 mit Siri, Alexa oder Google Assistant für die nahe Zukunft gut vorstellen können. Es ist die Bündelung von Technologien, die eigentlich™ schon da sind. Das Bemerkenswerte: Das Video ist bereits 30 Jahre alt!

9. August 2015: „Bei Amazon arbeiten ausschließlich Menschen“

(Beitrag zuerst erschienen im Techniktagebuch)


Ich wende mich häufiger per Chat an den Kundenservice von Amazon. (Bisher ging es meist darum, dass ich für irgendetwas eine richtige Rechnung benötigte, für das standardmäßig keine richtigen Rechnungen bereitgestellt wurden.)

Die Dialoge sind selten übermäßig komplex, so dass ich mir gut vorstellen kann, dass in 90 Prozent der Fälle ein Computerprogramm die Rolle meines Gesprächspartners ausfüllen könnte. Seit einiger Zeit frage ich am Ende des Gesprächs immer, ob ich mit einem Menschen oder mit einer Maschine gechattet habe.

Neulich wieder in der Zukunft

Anfang Oktober 2010 fand am Starnberger See das Seminar mit dem langen Titel statt: Leben in der Zukunft. Wie künstliche Intelligenz, Gentechnik und digitale Netze unseren Alltag verändern werden. Christian Heller aka plomlompom und Jöran durften in einem 5tägigen Rundumschlag über Nano- und Gentech, Künstliche Intelligenz und Mind-Upload, Singularität und Grundeinkommen spekulieren.

Das Seminar hatte schon 2009 stattgefunden. Veranstalter war und ist das Forum Politische Bildung des DGB Bildungswerks. An dieser Stelle noch der Hinweis auf den Seminarblog und ein paar Fotos: