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Der Pseudokonsens über die Veränderung von Schule

Diskussion zur PÄDAGOGIK-Kolumne Oktober 2021

„21st Century Skills“, „#zeitgemäßeBildung“, „Zukunftskompetenzen“, „Lernen neu denken“, „neue Lernkultur“, „New Learning“, „digitale Bildung“ … In den Debatten über Veränderungen von Lernen und Schule fehlt es nicht an großen Leitbegriffen. Das ist hilfreich, denn über solche Begriffe finden sich Gleichgesinnte zusammen, die an Veränderungen interessiert sind und dafür arbeiten wollen. Das Problem: Der Konsens, den solche Begriffe erzeugen, ist trügerisch. Dabei braucht es dringend gemeinsame Leitbilder als Nordsterne, an denen wir unser Handeln inmitten des stürmischen Wandels orientieren können.

„Der Pseudokonsens über die Veränderung von Schule“ ist Thema meiner Kolumne „Schlusspunkt“ in der PÄDAGOGIK (10/2021). Der Text ist bei Beltz als PDF frei verfügbar. Mit dem folgenden Video möchte zur Diskussion über meine Thesen einladen.

Routenplaner #digitaleBildung auf Russisch erschienen

Umschlag des Buchs auf Russisch Das Buch heißt: Routenplaner #Digitale Bildung. Auf dem Weg zu zeitgemäßem Lernen. Eine Orientierungshilfe im Digitalen Wandel. In dem Sammelband gibt es Beiträge von Axel Krommer, Martin Lindner, Dejan Mihajlović, Jöran Muuß-Merholz, Philippe Wampfler, Kathrin Passig und Lisa Rosa. Wir haben das Buch 2019 auf Deutsch veröffentlicht und ein Jahr danach auch als PDF zum freien Download bereitgestellt.

Veröffentlichung auf Russisch, auch dank freier Lizenz

Die Übersetzung auf Russisch liegt jetzt vor und wurde am 8.10.2021 auf der Moscow International Education Fair vorgestellt.

Details zum russischen Buch haben wir noch nicht, reichen wir aber an dieser Stelle nach.

Die Übersetzung wurde dadurch erleichtert, dass alle Texte unter der freien Lizenz CC BY 4.0 stehen. Damit ist beispielsweise für Jedermann eine Übersetzung und Veröffentlichung erlaubt, inklusive Vertrieb über (fast) alle möglichen Wege.

Pädagogik-Kolumne „Schlusspunkt“ mit neuem Autor Jöran Muuß-Merholz

Die Kolumne „Schlusspunkt“ in der Zeitschrift PÄDAGOGIK ist für mich eine Institution. Von 2006 bis 2008 arbeitete ich eng mit Reinhard Kahl zusammen, der damals der Schlusspunkt-Kolumnist war, so dass ich (auch wortwörtlich) „nahe dran“ war.  In der aktuellen Ausgabe hat die PÄDAGOGIK nun einen Staffelstab-Wechsel angekündigt (siehe Foto). Ich freue mich sehr, dass ich in Zukunft im Wechsel mit Myrle Dziak-Mahler und Susanne Gölitzer die Kolumne für die PÄDAGOGIK schreiben darf. Mein erster Text wird in Ausgabe 10/2021 erscheinen und „Der Pseudokonsens über die Veränderung von Schule“ heißen.

Ein neues Buch: die Gold-Standards zu OER

Einladung zur Buch-Release-Veranstaltung! +++ mit Verlosung! +++ Buch ab 28.2.2021 bestellbar +++ 1 Kompendium von 17 Autor*innen! +++

COVER: DER GOLD-STANDARD FÜR OER-MATERIALIEN

Cover „Der Gold-Standard für OER-Materialien – ein Kompendium für die professionelle Erstellung von Open Educational Resources (OER)“ Grafik: Jula Henke, Agentur J&K – Jöran und Konsorten, CC BY 4.0.

Was ist das für ein Buch, die „Gold-Standards für OER“?

Der Gold-Standard für OER-Materialien – ein Kompendium für die professionelle Erstellung von Open Educational Resources (OER). Von 17 (!) Autorinnen und 3 Herausgeberinnen.
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Digitale Medien – Trojaner, Katalysator oder Verstärker?

Was die Digitalisierung mit der Schule macht – und umgekehrt. Von Jöran Muuß-Merholz in Lernende Schule, Heft 91 (2020)

Cover der Zeitschrift Lernende Schule

Wie verhalten sich Schule und Digitalisierung zueinander? Wirkt der digitale Wandel für eine Veränderung der Schule wie ein Trojanisches Pferd? Oder wie ein Katalysator? Oder wie ein Verstärker? Was ist das Problem mit dem SAMR-Modell oder der Debatte um einen „Mehrwert“ digitaler Medien? Wie können große Sprünge statt kleine Schritte aussehen? Und was können Schulen aus den Erfahrungen von Gutenberg, Brockhaus oder Nokia für ihren eigenen Weg lernen?

Ich danke dem Friedrich-Verlag, dass ich meine Überlegungen dazu ausführlich aufschreiben durfte. Der Text ist in der Zeitschrift Lernende Schule erschienen und (gegen Bezahlung / Abo) auch online verfügbar.  Die unredigierte und ungekürzte Fassung des Manuskripts kann man sich als Google Doc angucken.

Digitale Schule zwischen „Unterrichtsabsicherung“ und neuer Lernkultur

Artikel von Jöran Muuß-Merholz für das Forum Bildung Digitalisierung (2020)

Es gibt zwei Themen im Bereich Schule, die laut diskutiert, aber in der Praxis nur zögerlich angegangen wurden: eine neue Lernkultur und digitale Medien. Durch die Coronakrise ändert sich schlagartig mehr, als vorher auch nur denkbar gewesen wäre. Entsteht tatsächlich eine neue Lernkultur?

Weiter zum Artikel beim  Forum Bildung Digitalisierung (oder zum Manuskript als Google Doc). 

buntes Mosaik aus Videokonferenz-Fenstern

Eine Videokonferenz, bei der alle Teilnehmenden je eine farbige Haftnotiz auf die Webcam geklebt haben (Screenshot von Jöran Muuß-Merholz, freigegeben im Sinne von CC0)

Sitzsäcke sind das neue Sprachlabor. Digitale Geräte, K.I. und bunte Möbel machen noch keine moderne Schule

von Jöran Muuß-Merholz (2019)*

Es gibt zwei verbreitete Bilder, mit denen das Thema „Lernen mit digitalen Medien“ in der Schule visualisiert wird. Das erste, schon etwas ältere Bild zeigt Tischreihen mit Computern darauf. Schüler sitzen dahinter in Reih und Glied, alle bedienen ihren PC. Das Setting erinnert an die Sprachlabore der 1970er und 1980er Jahre. Dieses Bild steht für die alte Schule mit uniformen Schülern und instruktionistischer Lehre.

2019 sieht man häufiger ein neues Bild. Darauf liegen Schüler in bunten Sitzsäcken oder sitzen auf würfelartigen Hockern. Auf den Knien bedienen sie ein iPad. Dahinter steckt das Versprechen der Individualisierung durch digitale Medien. Jeder Lernende hat ein für sich maßgeschneidertes Lernangebot, kann sich also auch einen individuellen Lernort aussuchen.

Sprachkabinett

Ausschnitt aus „Sprachkabinett“ von Eugen Nosko, Deutsche Fotothek unter CC BY-SA-3.0-de via Wikimedia Commons

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