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Lernen bei Konferenz oder Barcamp sichtbar machen: mit einem #til-Storm

BildungsWelt, Kongresse & Tagungen

Hier kommt eine Methode, mit der man in einer größeren Gruppe, z.B. bei einer Tagung oder einem Barcamp, viele kleine Fazite sammeln kann. Es geht um die schnelle Sammlung von „things I learned“, abgekürzt #til.

eine Pinnwand voll von bunten Post-Its, auf denen je ein #til steht

die Ergebnisse eines #til-Storms, hier beim OERcamp 2019 in Lübeck (Foto von Jöran Muuß-Merholz unter CC BY 4.0)

Was  bedeutet #til?

#til steht für „things I learned“, also „Dinge, die ich gelernt habe“. Die Abkürzung ist als Hashtag z.B. auf Twitter oder Instagram gebräuchlich, wenn man kurz und kompakt etwas teilen möchte, was man gerade neu gelernt hat. Die Ergänzung „-Storm“ wie in „Brainstorm“ oder auch in „Shitstorm“ soll zeigen, dass es um eine kollektive und schlagartige Methode geht.

So funktioniert ein #til-Storm

Am Ende eines Konferenztages braucht es für diese Methode etwa 5 Minuten. Dafür können a. alle Teilnehmenden ein großes Post-It oder eine Moderationskarte bekommen und/oder b. auf Twitter einen Tweet verfassen. Die Aufgabe ist einfach: „Schreibe eine Sache auf, die Du heute gelernt hast!“ Die Ergebnisse werden anschließend a. an einer Wand bzw. b. auf Twitter sichtbar gemacht, so dass alle Teilnehmenden alle #til sehen können.

PS: #til-Storm als Variante für zweitägige Barcamps

Ich habe die Methode #til-Storm letzte Woche beim OERcamp in der gemeinsamen Barcamp-Planungsphase wie folgt genutzt: Wir hatten am Morgen des zweiten Tags eine kleine Gruppe von Teilnehmenden, die am ersten Tag nicht dabei waren und mit der Methode Barcamp noch nicht vertraut waren. Für diese Gruppe habe ich das Vorgehen im Schnelldurchlauf erklärt. Die andere Gruppe, die ja schon am Vortag dabei war, hat in dieser Zeit einen #til-Storm gemacht. Das hat gut funktioniert, auch mit der Kombination aus Papier und Tweets.

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Eine schöne Idee. Ich frage mich nur: “Was ist das Ziel dieser Methode?” Das meine ich gar nicht böse, sondern ehrlich. Ich habe viele Evaluationen dieser Art bei Veranstaltungen für Lehrer*innen gesehen und war selten davon überzeugt.
    Ist es eine Rückmeldung an die Veranstalter? Was machen sie damit? Ist es eine Aufwertung, die man einem Sponsor gegenüber als Rechtfertigung zeigen kann? Hilft es dem Teilnehmer zu reflektieren? Ist es eine rein soziale Maßnahme, um den Gruppenzusammenhalt zu fördern?
    Trotzdem ist es gut, neue Dinge zu probieren, um Lernen bzw. “Lernen” sichtbar zu machen. Ich finde vor allem gut, dass es eine analoge Technik ist, die Platz einnimmt bzw. nehmen kann und individuelle Gestaltung zulässt.

  2. Hej Marco, danke für Deine Rückmeldung bzw. Frage! Es kann alles das sein, was Du schreibst. Im Mittelpunkt steht für mich das „sichtbar machen“ im Sinne von: sich selbst und anderen zeigen, was passiert ist. Das ist für mich immer dann besonders wichtig, wenn die Teilnehmenden nicht als Gruppe, sondern individuell unterwegs sind, z.B. im Barcamp. Dann finde ich Elemente sinnvoll, die die Menschen untereinander in den Austausch bringen und Verknüpfungen schaffen.

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