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Ich liebe Google Docs. Aber …

NetzWelt, sonstiges
Fußnoten in Google Docs

Fußnoten in Google Docs

Welche war die quantitativ folgenreichste Innovation der letzten Jahre für Euren Arbeitsalltag? Ich denke, bei mir war es Google Docs. 

Bei kollaborativer Arbeit in Autorenteams verweigere ich mich inzwischen so weit es geht, dafür nicht Google Docs zu nutzen. Nando Stöcklin schreibt seine Dissertation mit Google Docs und bloggte gerade über hilfreiche Add-Ons dafür. Ich wäre sehr an weiteren Erfahrungen mit langen Texten interessiert.

Wir haben die Whitepaper zu OER mit Google Docs geschrieben. Neben den von Nando genannten Möglichkeiten, gibt es einen weiteren Vorteil von Google Docs, wenn man Sharing-orientiert publiziert: Eine Kopie des Dokument kann abschließend auch öffentlich als Google Doc zur Weiterbearbeitung und zur Kommentierung bereitgestellt werden (Beispiel).

Zwei Probleme gibt es dabei, die das doch deutlich erschweren:

1. Ladezeiten / Browser-Overkill – Wenn das Doc länger wird, fordert das irgendwann den Browser sehr stark heraus. Bei der Whitepaper-Arbeit war es in der letzten Phase so, dass man auch mal 3 Minuten warten durfte und mehrmals bestätigen musste: „Ja, Skripte weiter ausführen“, wenn das Doc geladen wurde. Ich denke, dass die 200 oder 300 Fußnoten das Problem deutlich verstärkt haben. (Die Aufteilung auf mehrere Docs ist eine schlechte Lösung, weil damit Querverweise unmöglich werden und potentiell auch #Formatkuddelmuddel entsteht.)

2. Zu frühes Verlassen des Docs – Wenn es auf die Zielgeraden eines Textes geht, entsteht schnell die Verführung, das Doc jetzt herunterzuladen und weitere Änderungen (auch) in einer Offline-Textverarbeitung und / oder in einem Layoutprogramm zu machen. Dummerweise ist das Dokument immer dann, wenn man es für fast fertig hält, irgendwie doch noch nicht ganz fertig. Und irgendwann bei der klitzekleinen-jetzt-aber-wirklich-allerletzten Änderung fehlt dann die Geduld, ständig in zwei Dokumenten zu ändern und das Google Doc ist am Ende doch nicht die finalfinalfinale Version. Deswegen versuche ich, das Google Doc immer als führendes Doc beizubehalten. Gerade bei Layoutfragen kommt man aber natürlich doch schnell an Grenzen. (Wenn es dort draußen Designer_innen gibt, die sich auf die schöne Gestaltung von Google Docs Dokumenten spezialisiert haben – her mit Euren Angeboten!)

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo.

    Ich setzt auch sehr oft Google Docs ein und hatte auch am Anfang Probleme mit dem Laden großer Dokumente.

    Stellt sich heraus, dass das an einer vollen NAT-Tabelle liegt. Ich weiß nicht, wie deine Netzwerk-Struktur aussieht. Bei uns hängen ca. 300 Rechner an einer 100MBit-Leitung. Geschwindigkeit war kein Problem. Aber wenn mehr als 20 SuS Google Docs/Drive offen hatten, kam es zu deinen beschriebenen Fehlern.

    Das NAT übernimmt in der Regel der DSL-/Kabel-/Whatever-Router deiner Providers und dort ist die NAT-Tabelle nur für x NAT-Einträge ausgelegt. Ist die Tabelle voll, muss gewartet werden, bis wieder ein Eintrag freigegeben wird.

    Da Docs/Drive/ect. sehr viele Verbindungen gleichzeitig zum Google-Server aufmacht, werden viele Connections in die NAT-Tabelle eingetragen.

    Bei uns half der Einbau eines entsprechenden Routers und das Abstellen der Routerfunktionalität im Kabelmodem. Das Kabelmodem fungiert jetzt nur noch als Bridge.

    Jetzt können locker 50 bis 60 SuS gleichzeitig an Google Docs arbeiten, ohne, dass Probleme auftreten.

    Das alles herauszufinden hat mich ein halbes Jahr Schweiß und Tränen gekostet 🙂

    HTH

    Ivo

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