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Wie diese kleine Änderung bei Spotify, Amazon Music und Co. das Englisch der Jugend von heute verbessert #ausversehengelernt

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Beispiel für in einer Streaming-App angezeigte Lyrics

Neulich sah ich einen Vortrag, in dem die Jugend von heute in ihrem Mediennutzungsverhalten noch über „mp3-Player“ (neu) versus „CDs“ (alt) definiert wurde. Es mag sicher noch mp3-Player geben, genau wie es übrigens auch noch CD-Verkäufe gibt. Aber „die digitale Generation“ ist längst weiter und setzt vor allem auf Streamingdienste wie YouTube, Spotify, Amazon Music, Google Music etc., bei denen man sich die Musik nur ausleiht, dafür aber große Auswahl hat.

These #ausversehengelernt

Die neuesten technischen Entwicklungen von Musik-Streaming-Angeboten verbessern mittelfristig die Englischkenntnisse der heute 12-Jährigen.

Wissenschaftlich ausgedrückt: Bei der multimedialen Darstellung fördert die Kongruenz der verschiedenen Kanäle (auditiv und visuell) Rezeption und kognitive Verarbeitung (Prinzip der dualen Kodierung (Multimediaprinzip), gemeinsam mit dem Kontiguitätsprinzip I und dem Kontiguitätsprinzip II und insbesondere dem Mulitmodalitätsprinzip). Oder einfacher: Wenn man die Texte gleichzeitig hört und sieht, versteht man sie besser.

Hintergrund

Sowohl Amazon Music als auch Google Music haben sich die Rechte gesichert, auch die Musiktexte (Lyrics) darzustellen. Zum Beispiel in der App von Amazon kann man sich die Lyrics nun während der Wiedergabe anzeigen lassen, siehe GIF oben. Bei YouTube sind Lyric Videos extrem beliebt, entweder vom Künstler selbst oder von seinen Fans erstellt. Bei Spotify gab es in der Desktop-App bis vor kurzem eine entsprechende Funktion – im Moment ist sie nicht verfügbar.

3xPS

PS: Nein, natürlich ist das nicht ganz neu. Die Leute, die bei mir für eine Verbesserung meines Englisch gesorgt haben, hießen Ray Cokes, Steve Blame und Kristiane Backer.

PPS: Wer etwas zum Meckern sucht: Ja, damit werden die poetischen Sprachmissverständnisse reduziert. „The ants are my friends, they’re blowin’ in the wind!“ oder „Agathe Bauer“ wären mit dieser Funktion vielleicht nie entstanden …

PPPS: Ein schönes Lyric Video von Frank Turner:

1 Kommentar Schreibe einen Kommentar

  1. Klasse! Noch besser wäre es, wenn man jetzt noch Untertitel hätte und dann im Anschluss einen Englischlehrer, der den Text mit einem durch ginge und man dann das Ganze in eine dritte Fremdsprache übersetzte.

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