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Lehrauftrag an der Uni Duisburg-Essen

BildungsWelt, Seminare & Vorträge

ein architektonischer Leckerbissen: auf dem Campus Essen

Zusammen mit Guido wurde Jöran wieder mit Lehre beauftragt. Nach den Lehraufträgen an der Leuphana-Uni Lüneburg geht es jetzt ins Ruhrgebiet an eine Hochschule, die bis vor kurzem zwei Hochschulen war: die Uni Duisburg-Essen.*

Da Thema war vorgegeben: politische Erwachsenenbildung in Deutschland. Mit der Aufgabenstellung waren die Studentinnen der Erziehungswissenschaft aber zunächst überfordert. Sie sollten selber definieren, welche Fragen sie an das Thema hätten und in welcher Form sie (im Rahmen eines Kompaktseminars) arbeiten wollten. Eine reflektierte junge Frau brachte es auf den Punkt: “Wir können das nicht. Wir werden sonst nie gefragt, was wir wollen. Selber denken und Entscheidungen treffen sind wir nicht gewohnt.” Und eine andere Studentin wußte zu berichten: “Für uns ist eigentlich nur wichtig, wie viele Seiten die Ausarbeitung haben muss.

Das Konzept des Lehrauftrags wurde nunmehr doch von den Dozenten bestimmt. Im Rahmen eines Wochenendes sollen die Studentinnen eine komplette Konzeption für ein größeres Bildungsprojekt erstellen, inkl. Didaktik, Finanzplan, Förderantrag, Dispostion, Marketing etc. Für Vorbereitung und Durchführung wurde Teams mit bestimmten Aufgabenbereichen gebildet, denen jeweils ein Coach zur Seite gestellt wurde. (Die beim zweiten Vorbereitungstreffen eher zufällig anwesende Blanche startete einen kleinen twitter-stream. Zur Strafe wurde sie als dritter Coach zwangsverpflichtet.)

Am Wochenende 5./6. Juni 2010 wird sich zeigen, was dabei herauskommt. Wir berichten.

*PS: Neben der Architektur lädt auch das Akronym der Hochschule zur Reflexion ein. So sehr viele Möglichkeiten bietet die Zusammenführung von Essen und Duisburg ja eigentlich nicht. Die Uni firmiert unter der Domain uni-due.de, was ja eher an den Nachbarort Düsseldorf erinnert und nicht den ersten Preis für Aussprachefreundlichlichkeit gewinnen wird. Auf der Website selber kürzt sich die Hochschule dann als UDE ab.  Das erinnert an bayrische Bürgermeister oder, viel besser, an die fabulöse Ute Demuth. Wahrscheinlich war der Standort Essen nicht bereit, mit 1 Buchstaben weniger vertreten zu sein als Duisburg. Ansonsten wäre doch EDU nicht das schlechteste Kürzel für eine Hochschule gewesen, oder?

PPS: www.uni-edu.de ist übrigens seit 2006 registriert – auf die Uni Duisburg-Essen, allerdings nicht mal mit einer funktionierenden Weiterleitung ausgestattet.

3 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Erschreckend was du da über die Domain rausgefunden hast.

  2. Pingback: Digital Natives und Analog Natives « Dotcom-Blog

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