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Ausweitung der Themen und Lernwege – Digitale Medien im Unterricht von Felix Schaumburg

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Felix Schaumburg (Foto: Felix Schaumburg; nicht unter freier Lizenz)

Felix Schaumburg (Foto: Felix Schaumburg; nicht unter freier Lizenz)

Wattenmeer und Galapagos in Uellendahl-Katernberg

Nur zwei Worte stehen zu Beginn an der Tafel: „Wattenmeer“ und „Galapagos“. Das ist der knappe Input, den Felix Schaumburg seiner 6. Klasse im Fach Gesellschaftslehre gegeben hat. Schaumburg hat gerade anhand des Zillertals den Zusammenhang zwischen Tourismus und Ökologie erarbeitet. Jetzt geht es um die Vertiefung. Die Aufgabenstellung zu den zwei Begriffen an der Tafel ist allgemein gehalten: „Entscheidet Euch für einen der beiden Begriffe. Tut Euch zu zweit oder dritt zusammen und recherchiert mögliche Fragestellungen zum Thema Tourismus und diesem Begriff.“ Die Schüler legen los, ausgestattet mit Tablets oder Smartphones. Sie haben zwei Stunden Zeit.


Dieser Artikel ist Teil der 10-teiligen Reihe „Chancen der Digitalisierung für individuelle Förderung im Unterricht – zehn gute Beispiele aus der Schulpraxis“. Mehr dazu …


Die Gesamtschule Uellendahl-Katernberg in Wuppertal ist erst zwei Jahre alt. Felix Schaumburg gehört zum Gründungsteam, die Sechstklässler zum ersten Jahrgang der neuen Schule. Sie hat noch provisorische Räume, aber immerhin schon überall WLAN. Die Schule setzt auf das Konzept „Bring Your Own Device (BYOD)“, nach dem die Schüler auch in der Schule ihre eigenen Geräte nutzen können. Die Smartphone-Dichte in der 6. Klasse liegt bei 80 bis 90 Prozent. Ein Computerraum ist nicht vorgesehen. Mit den Mitteln hat die Schule stattdessen mobile Gerätewagen mit Tablets angeschafft, aus denen die Schüler sich bei Bedarf bedienen. Alle Arbeitsergebnisse, egal auf welchem Gerät sie erarbeitet wurden, müssen auf dem schulischen Dateiserver gespeichert werden.

Die Recherche der Sechstklässler verläuft unspektakulär. Die Schüler geben meist „Wattenmeer“ oder „Galapagos“, manchmal noch „Tourismus“ als Suchbegriffe bei Google ein, schauen sich die ersten Ergebnisse an und versuchen, daraus zentrale Inhalte festzuhalten. Das soll eine effiziente Methode sein, um sich das Thema „Massentourismus oder sanfter Tourismus“ zu erschließen? Wahrscheinlich ginge das schneller, wenn man alleine auf die fachliche Ebene blickt. Aber Felix Schaumburg geht es in der 6. Klasse gerade um mehr: „Es dreht sich nicht nur um das Thema Wattenmeer oder Galapagos. Die Schüler lernen in diesen zwei Stunden auch etwas über die Recherche mit Google, über das Zusammenfassen von Informationen, über das Erschließen eines neuen Themas, über Zusammenarbeit, über Zeitmanagement und anderes mehr. In einer 6. Klasse muss ich da stark unterstützen. Ich kann nicht nur sagen ‚Recherchiert mal’ und mich dann zwei Stunden zurücklehnen.“

Und so ist der Lehrer ständig in der Klasse unterwegs, schaut über Schultern und fragt nach, gibt Tipps und berät die Schüler in ihrem jeweiligen Arbeitsschritt. Oft setzt er sich zu einer Gruppe und bespricht mit ihnen das aktuelle Thema oder Fragen zum Vorgehen. So vielfältig bei dieser Arbeitsweise die thematischen Aspekte sein können, so unterschiedlich sind auch die Arbeitsmittel. Manche Gruppen recherchieren auf einem Tablet und dokumentieren auf einem zweiten Gerät in einer Textverarbeitung oder einem Präsentationsprogramm. Andere wiederum nutzen Papier für ihre Notizen. Lehrer Schaumburg macht hier keine Vorgaben: „Wir haben eine gemeinsame Ausgangsbasis und ein gemeinsames Ziel – aber die Wege zum Ziel sollen die Schüler individuell gestalten.“

„Die Grenzen für das individuelle Lernen ausweiten“

Die Gesamtschule Uellendahl-Katernberg ist eine staatliche Neugründung. Das pädagogische  Konzept wurde von einem Team von Lehrern entwickelt, die wie Schaumburg vorher an einer anderen Gesamtschule in Wuppertal arbeiteten, die 2015 mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurde. Was treibt einen Lehrer wie Felix Schaumburg, der doch offenbar an einer hervorragenden Schule gearbeitet hat, viel Energie in einen Neuanfang zu stecken? Schaumburg sagt: „Ich will die Grenzen für das individuelle Lernen ausweiten. Wenn man der konstruktivistischen Lerntheorie folgt und anerkennt, dass Lernen immer individuell ist, dann kommt man schnell an die institutionellen Grenzen. Eigentlich müssen wir Fächer und Altersstufen auflösen. Mit der Umsetzung über die drei Säulen Lernbüro, Projekt und Werkstatt können wir das hier ein Stück weit entwickeln.“

Im Fach Gesellschaftslehre kommt die Recherchephase zum Ende. Zunächst gleichen die Gruppen mit demselben Oberbegriff „Wattenmeer“ oder „Galapagos“ ihre Ergebnisse untereinander ab. Anschließend präsentieren die Gruppen mündlich und ohne Präsentationstechnik ihre Ergebnisse vor der Klasse. Rund um die Begriffe „Wattenmeer“ und „Galapagos“ stehen nach den zwei Stunden Recherche viele verschiedene Aspekte an der Tafel. „Ich sammle manchmal analog an der Tafel und manchmal digital mit einer Mindmap. Der Vorteil des Digitalen zeigt sich bei komplexeren Themen, wo ich digital einfach besser verschieben und clustern kann. Außerdem lässt sich das Ergebnis digital einfacher dokumentieren.“ Aufbauend auf diese Themensammlung entwickelt Schaumburg jetzt in einem Unterrichtsgespräch die Konzepte von Massentourismus und sanfter Tourismus weiter.

Tafel zum Massentourismus

Tafelbild zum Massentourismus (Foto: Felix Schaumburg).

Massentourismus auf Galapagos und am Wattenmeer (Bild steht nicht unter einer freien Lizenz)

Massentourismus auf Galapagos und am Wattenmeer (Foto: Felix Schaumburg).

Plädoyer für den Kontrollverlust

Wie plant man so ein Unterrichtsgespräch, wenn die Ergebnisse der Recherche vorab nicht feststehen?  Schaumburg: „Bei der Online-Recherche verliere ich als Lehrer völlig die Kontrolle über die Inhalte. Die Schüler finden mehr Wissen, als ich als Lehrer haben könnte. Auch das ist neu und verändert meine Rolle als Lehrer.“ Schaumburg hat gelernt, mit diesem Kontrollverlust des individuellen Lernens umzugehen. Gleichzeitig sieht er bei vielen Kollegen hier große Vorbehalte. Viele würden stärker strukturierte Methoden wie z.B. WebQuests vorziehen, die die Inhalte und das Vorgehen im Detail vorgeben. Schaumburg kann damit wenig anfangen: „Das WebQuest ist als Einstieg gut, stößt aber sehr schnell an seine Grenzen. Es ist ein digitales Arbeitsblatt. Nicht mehr.“ Er plädiert für den Kontrollverlust: „Wer sich von der rein fachlichen Ebene löst, wird zum echten Didaktiker. Er bietet die Möglichkeit an, auch etwas über den Weg zu lernen: über die Art und Weise des Arbeitens, zum Beispiel To Do-Listen, Quellenbewertung, Projektmanagement.“

Der Unterricht als BarCamp

Im Fach Gesellschaftslehre geht es eine Woche später mit einer neuen Aufgabenstellung weiter: „Entwickelt ein Konzept, wie man im Wattenmeer / auf Galapagos sanften Tourismus umsetzen kann!“ Wieder haben die Schüler zwei Stunden Zeit und müssen am Ende präsentieren. Dieses Mal jedoch nicht (nur) mündlich, sondern mit einem vorzeigbaren Produkt. Das kann eine Präsentation oder eine Grafik sein, die digital erstellt wurde. Oder auch eine Zeichnung auf Papier. Mit dem Tablet als Dokumentenkamera wirft Schaumburg dann das Analoge über den digitalen Beamer an die Wand. Die Produkte sind die Grundlagen einer gemeinsamen Diskussion in der Klasse, die am Ende der Unterrichtseinheit steht. Schaumburg erzählt begeistert von den Konzepten, die dort entwickelt werden: „Es ist enorm, welche Kreativität und Motivation freigesetzt werden kann, wenn die Kinder ihre eigenen Ideen verfolgen können. Dabei kommt es überhaupt nicht drauf an, ob die Ergebnisse in digitaler oder analoger Form vorliegen. Das Digitale erweitert einfach die Möglichkeiten.“

Die Ergebnispräsentationen erfolgen immer mit der ganzen Gruppe. „Damit verhindere ich, dass einzelne Schüler sich in den Gruppenphasen vollkommen zurückziehen. Jeder weiß, dass am Ende alle mit dem Ergebnis vorne stehen.“ Wie passt das zusammen – einerseits große Offenheit bei der Recherche, andererseits klare Vorgaben, z.B. wer präsentiert und wo Dateien gespeichert werden? „Von der Idee her denke ich Unterricht wie ein BarCamp. Auch wenn ich es nicht so nenne. Ich will eine feste Struktur schaffen, aber innerhalb dieser Struktur größtmögliche Freiräume für eigene Interessen und individuelle Lernwege ermöglichen.“

Auf die Frage, wie er seine Unterrichtsmethoden näher beschreiben würde, reagiert Schaumburg nachdenklich: „Wenn etwas durchmethodisiert ist, finde ich das ganz furchtbar. Wenn ein Raster meine eigenen Fragen nicht zulässt, dann fühle ich mich beim Lernen behindert.“ Gleichzeitig ist ihm wichtig, dass es immer auch einen roten Faden gibt, dem man folgen kann, wenn man keinen eigenen Faden spinnen mag. Immer wieder findet man diesen Spagat in Schaumburgs Unterricht: Großen Freiraum ermöglichen und gleichzeitig ausreichend Halt bieten. Digitale Medien sind immer dabei, ohne dass sie der Ausgangs- oder Mittelpunkt der Überlegungen wären.

Das Ende der Ressourcenlimitierungen

„Das ist nicht gerade revolutionäre Didaktik, oder?“, lacht Schaumburg im Gespräch über seinen Unterricht. „Individualisierung ist für mich digital nicht unbedingt etwas Anderes als analog. Alle Möglichkeiten waren prinzipiell schon vorher da. Man konnte prinzipiell auch ohne digitale Medien den Lernenden große Informationssammlungen zur Verfügung stellen, Texte, Videos, Arbeitsblätter etc. Aber das waren dann wahre Materialschlachten mit riesigem Aufwand.“

Schaumburg beschreibt das gleiche Muster auch auf der Ebene der Mittel, mit denen Schüler im Unterricht Lernprodukte erstellen können. Auch ohne Smartphone und Tablet konnte man ja Videos und Radiosendungen, Texte und Zeichnungen, Wandzeichnungen und Fotocollagen anfertigen. „Man konnte prinzipiell auch ohne digitale Medien verschiedene Produkte erstellen lassen. Das war total wertvoll, aber unglaublich aufwändig. Das ging vielleicht einmal im Jahr in der Projektwoche. Jetzt habe ich das Universalwerkzeug Tablet. Ich habe alles zur Verfügung und kaum noch Limitierungen.“

Das Ende der Begrenzungen, sowohl auf der Ebene der Materialien wie auch bei den Werkzeugen für Lernprodukte – das ist für Schaumburg der Kern des Digitalen. Hier sieht er die Chancen für Individualisierung und Differenzierung. „Die Schüler können eigene Themen bearbeiten und eigene Arbeitsformen wählen – und zwar unabhängig davon, welche Materialien und Werkzeuge ich als Lehrender vorbereitet habe. Das ist die große Veränderung! Individuelle Lernarrangements werden durch digitale Medien nicht erst ermöglicht, aber deutlich erleichtert. Es ist dann nicht mehr eine Frage der Ressourcen, sondern ‚nur noch’ eine Frage der Kompetenz der Lehrenden und eine Zeitfrage auf Unterrichtsebene.“

Auch wenn Schaumburg natürlich Recht hat, wenn er sagt, dass Individualisierung auch ohne digitale Medien möglich und jetzt nur viel einfacher geworden ist, so ist der Unterschied dennoch nicht nur graduell. Frei nach dem naturwissenschaftlichen Postulat „More is different“ des Physik-Nobelpreisträgers P. W. Anderson kann man vermuten: Wenn der quantitative Unterschied eine bestimmte Größe erreicht, so verändert sich auch die Qualität eines Gegenstands. Mit digitalen Medien lässt sich eben doch nicht das Gleiche wie vorher machen, nur jetzt einfacher, schneller und bunter. Mit digitalen Medien funktioniert die informationelle Welt so radikal anders als vorher, dass auch das Lernen und Lehren grundsätzlich neu gedacht werden kann.

Manche Fächer sind freier als andere

Felix Schaumburg nennt sich selbst „einen schlechten Didaktiker oder Methodiker“. Er scheint grundsätzlich mit der Idee der Methodik zu fremdeln: „Jede Methode raubt den Schülern mögliche individuelle Lernwege.“ Gleichzeitig hält er nicht alle Fächer für gleichermaßen geeignet für individuelles Lernen und sieht entsprechend andere Potentiale für digitale Medien. Im Fach Gesellschaftslehre, das Themen aus den Bereichen Erdkunde, Geschichte und Politik bearbeitet, gibt es eine höhere Freiheit in der Bearbeitung eines Themas. Hier geht es für Schaumburg eher um allgemeine Kompetenzen als um konkrete Inhalte. Ziel des Unterrichts ist häufig die Entwicklung eines Lernprodukts. Dabei können die Themen weiter gefasst, die Arbeitsprodukte vielfältiger und die Wege dahin offener sein.

Anders verhalte es sich in den Hauptfächern Mathe, Deutsch und Englisch, die an Schaumburgs Schule als Lernbüro organisiert sind. Hier stehen Basiskompetenzen im Vordergrund, die auf einen fachlicher Kanon aufbauen. Dabei gibt es zum einen Inputphasen für alle, zum anderen die Arbeit an vorgegebenen Lernbausteinen. Diese Arbeit ist zwar im Lernbüro so organisiert, dass Schüler sich individuell für Reihenfolge und Schwerpunkte entscheiden. Aber letztlich sind die Inhalte, die innerhalb eines Schuljahres bearbeitet werden, vorgegeben. Auch die Arbeitsformen sind in der Regel vorgegeben. Das Lernbüro ist für Schaumburg also einerseits „die höchste Form der Individualisierung“, andererseits sind Inhalte und Formen jedes einzelnen Bausteins vorgegeben. Von daher sieht Schaumburg hier auch nicht die größten Potenziale für digitale Medien in seiner Schule: „Natürlich könnte man alles auch in einer Online-Plattform wie Moodle umsetzen. Man könnte viel mehr auf das Lernen mit Apps setzen. Aber das wäre dann nicht primäre eine Förderung von Individualisierung. Vielleicht kann man bei den Tests ansetzen, die zu individuellen Zeitpunkten geschrieben werden können. Digital ließe sich häufiger testen und schnellere Rückmeldung geben. Aber das wollen wir gar nicht unbedingt. Wir wollen Lernprozess und Prüfung voneinander trennen. Wir wollen, dass man beim Üben anonym Fehler machen kann – digital ist das schwierig.“

So wird das Material für die Lernbüros zwar digital und in Arbeitsteilung erstellt, aber weiterhin auf Papier verteilt. „Digitalisierung könnte hier vieles bequemer machen. Aber das ist auch eine Ressourcenfrage,“ sagt Schaumburg. „Zu viel Digitalisierung auf einmal überfordert manche Kollegen einfach.“

Und so sieht Felix Schaumburg die Potentiale für den Einsatz digitaler Medien zuvorderst in offeneren Arbeitsformen und Projektarbeiten, bei denen eine freiere Themenwahl und die Gestaltung eines Lernprodukts im Vordergrund stehen. Beim Lernen, in dem nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch Soft Skills und übergreifende Kompetenzen zu den Lernzielen gehören, besteht die Gefahr, dass Lerner von der Offenheit und möglichen Ablenkungen überfordert sind und die zugemutete Selbständigkeit ablehnen? „Das passiert schon. Aber das hat meist nichts mit den Medien zu tun, sondern mit Grundsätzlicheren. Meistens passiert das Gegenteil: Schüler kommen beim selbständigen Arbeiten in einen Flow. Sie sind häufig vom Ende der Stunde überrascht und sagen: ‚Oh, das ging jetzt aber schnell!’ Wenn Schüler fragen, ob sie noch etwas weiter arbeiten können, dann ist das das beste Feedback, das mal als Lehrer bekommen kann.“


Eckdaten zu Person und Schule

Name
Felix Schaumburg

Fächer
Chemie, Sozialwissenschaften in Sek I und II, Neue Technologien

Schule
Gesamtschule Uellendahl-Katernberg in Wuppertal, Schule im Aufbau mit 405 Schülerinnen und Schülern im dritten Schuljahr (2015-2016). Voll Inklusiv.

Aufgaben in der Schule

  • Koordination Medien
  • stellvertretende Schulleitung (kommissarisch)

Berufsbiograhie

  • Referendariat bis 2008 und Lehrer bis 2013 an der Gesamtschule Barmen (Wuppertal)
  • Seit 2013 Gesamtschule Uellendahl-Katernberg: Mitglied im Gründungsteam der Schule. Aufbau einer inklusiven Schule mit Lernbüros, Werkstätten und Projekten.

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Dieser Artikel (nur Text) steht unter der Lizenz CC BY SA 4.0. Als Autor soll Jöran Muuß-Merholz im Auftrag der Bertelsmann Stiftung genannt werden.

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