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Digital ist besser. Zur gesellschaftlichen Akzeptanz bestimmter Armbanduhren.

Ich vermute in Vorträgen gerne, dass Smartwatches wie die Apple Watch 2014 / 2015 gerne noch belächelt werden, aber Ende 2015 das meist-gewünschte Weihnachtsgeschenk und 2017 Standard sein werden.

In der aktuellen Debatte um Digitalisierung im Bildungsbereich wird gerne mal semi-ironisch Tocotronics „Digital ist besser“ von 1995 zitiert. Was dabei gerne übersehen wird: Der Liedtext bezieht sich weniger auf großen gesellschaftlichen Wandel, sondern auf digitale Armbanduhren und ihre Akzeptanz in der Gesellschaft. (Digitaluhren sind übrigens noch so eine neue Technologie, die mal in den Schulen den Unterricht gestört hat.) Heute, 20 Jahre nach 1995, ist der Songtext wieder relevant für die Träger von Smartwatches, die gerne mal komisch angeschaut werden.

Tocotronic – Digital ist besser

„Es gibt keine digitale Didaktik!“

Übernahme eines Podcasts und eines Kommentars von Jöran Muuß-Merholz auf pb21.de

Analoge Didaktik? Foto: Deutsche Fotothek via Wikimedia Commons unter CC BY 3.0

Analoge Didaktik? Foto: Deutsche Fotothek via Wikimedia Commons unter CC BY 3.0

Digitale Didaktik”, was für ein toller Begriff! Schon die Alliteration ist schön. Und mehr noch: Es klingt nach schlüssigen Antworten auf die vielen großen Fragen, die sich für Lernen und Lehren angesichts des digitalen Wandels stellen. Kein Wunder, dass digitale Didaktik gefragt ist: Journalisten suchen sie, Aktivisten versprechen sie, Schulen werben mit ihr. Auf den zweiten Blick erkennt man allerdings mehr Zweifel als Gewissheiten. Und auf den dritten Blick ist die Rede von „digitaler Didaktik“ nicht nur irreführend, sondern auch gefährlich.

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