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Digitale Bildung – gesehen aus dem Jahr 1988

BildungsWelt, NetzWelt

1988 veröffentlichte Apple ein Hintergrund-Video zum Persönlichen Lern-Assistent „Knowledge Navigator“. Steve Wozniak und namhafte Freunde des Hauses Apple suchen die grundsätzlichen Vorteile digitaler Technologien für Lernen und Lehren – und finden eine Motivationsmaschine und einen optimierten Frontalunterricht.

Auch 1988 (wie 30 Jahre später) geht es in den Zukunftsprognosen und Argumenten in erster Linie darum, wie man traditionelle Formen von Lernen und Lehren digital optimiert. Hier nur zwei der reihenweise bemerkenswerten Passagen:

  • 0’58, Diane Ravitch: Der Lehrer steht im Wettbewerb mit Fernsehen und anderen Ablenkungen um die Aufmerksamkeit der Lernenden. Der Computer könnte dem Lehrer dabei eine stärkere Position verschaffen. Mehr noch: „If the teacher has that tool to bring the kids to a fever pitch of wanting to complete a test … “
  • 2’02: Ein interaktives Whiteboard stützt Frontalunterricht – und die Schüler schreien vor Begeisterung (2’28).

Frontalunterricht analog – lahm!

Frontalunterricht digital – Ekstase!

Technik

In technischer Hinsicht sind die Prognosen teilweise so treffend, dass es eigentlich nur andere Brillen der Protagonisten bräuchte, um das Video als aktuelles Werk zu veröffentlichen. (4’51, Alvin Toffler: „Of course I’d want it to accept speech. Keyboarding is a truely primitive way of getting information into a machine.“) Mit einer großen Ausnahme: Hyperstrukturen werden zwar angedacht (ab 7’04), aber in ihrem Potential nicht annähernd erkannt.

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