Erstes Barcamp zu Open Educational Resources in Deutschland

6. Oktober 2012

Vom 14.09 bis 16.09.2012 fand das erste OER­camp statt. Gemein­sam mit der Uni­ver­si­tät Bre­men, dem Edu­camp e.V. und der Agen­tur Jöran und Kon­sor­ten ver­an­stal­tete das Inter­net & Gesell­schaft Co:llaboratory das erste deut­sche Bar­camp zu Open Edu­ca­tio­nal Resour­ces.

Das Tref­fen zu digi­ta­len und offe­nen Lehr- und Lern­ma­te­ria­lien wurde zusam­men mit den Part­nern irights.info und der Open Know­ledge Foun­da­tion Deutsch­land durch­ge­führt. Drei Tage lang tra­fen sich Leh­rer, Schü­ler, Stu­den­ten, Schul­buch­ver­le­ger, Hoch­schul­ver­tre­ter, Leute aus dem außer­schu­li­schen Bereich und bil­dungs­po­li­tisch Inter­es­sierte, um über die Chan­cen und Her­aus­for­de­run­gen von Open Edu­ca­tio­nal Resour­ces (OER) zu sprechen.

Das Thema OER ist seit unge­fähr 10 Jah­ren welt­weit im Gespräch. In Deutsch­land begann eine grö­ßere Dis­kus­sion erst im Herbst 2011. Der Aus­lö­ser war hier­für ein unter dem Begriff “Schul­tro­ja­ner” bekannt gewor­de­nes Pro­gramm. Als Keim­zelle des OER­camps kann die Ohu “Digi­tale Inte­gra­tion und Medi­en­kom­pe­tenz“ bezeich­net wer­den. Anfang 2012 wurde hier erst­mals das Thema OER dis­ku­tiert. Aus der Ohu ent­stand bei­spiels­weise im März 2012 das Whi­te­pa­per “Open Edu­ca­tio­nal Resour­ces (OER) für Schu­len in Deutsch­land - Whi­te­pa­per zu Grund­la­gen, Akteu­ren und Ent­wick­lungs­stand”, ver­fasst von Mir­jam Bret­schnei­der, Jöran Muuß-Merholz und Felix Schaum­burg.  Die Idee, eine grö­ßer ange­legte Ver­an­stal­tung zu orga­ni­sie­ren, die die Dis­kus­sion um OER in Deutsch­land vor­an­treibt und vor allem auf einen brei­te­ren Kreis von Betei­lig­ten aus­dehnt, fiel daher auf frucht­ba­ren Boden.

Im typi­schen Barcamp-Prinzip fand nun ein offe­ner Aus­tausch über die Viel­fäl­tig­keit, Erfah­run­gen und Ent­wick­lungs­po­ten­tiale vor allem in Deutsch­land rund um OER statt. Dabei waren die Betei­lig­ten die­je­ni­gen, die das Pro­gramm nach ihren Wün­schen und Vor­stel­lun­gen fest­leg­ten. Auf die Tage ver­teilt fan­den mit ca. 70 Per­so­nen ins­ge­samt 34 Ses­si­ons statt. Es gab all­ge­meine Ses­si­ons zur Bedeu­tung des Begriffs OER und freier Lizen­zen, zu den Chan­cen von und mit OER oder auch Über­le­gun­gen zu mög­li­chen Geschäfts­mo­delle mit OER. Auch kon­krete OER-Projekte wur­den vor Ort oder per Video­ses­sion vor­ge­stellt. Bei­spiels­weise gaben die Ver­ant­wort­li­chen der Pro­jekte draufhaber.tv, tacitus.cc und l3t Ein­bli­cke in ihre Arbei­ten. Eben­falls wurde in einer Ses­sion die Arbeits­wei­sen in Schul­buch­ver­la­gen beleuch­tet. Und andere beschäf­tig­ten sich mit den inter­na­tio­na­len Ent­wick­lun­gen und for­mu­lier­ten kon­krete For­de­run­gen an die Politik.

Am Ende des OER­camps wur­den alle Betei­lig­ten auf­ge­ru­fen, sich an einem Wunschzettel/Masterplan (WuZeMaP) zu betei­li­gen, um Dis­kus­sio­nen und Akti­vi­tä­ten zu sam­meln und kon­krete Ziele bis Ende des Jah­res anzugehen.

Doku­men­ta­tion

Eine umfang­rei­che Doku­men­ta­tion des OER­camps ist zu fin­den unter: www.oercamp.de.
Auch das Co:llaboratory arbei­tet ab Okto­ber 2012 inner­halb der Initia­tive “Ler­nen in der digi­ta­len Gesell­schaft” wei­ter am Thema OER.

Lesens­wer­tes in Blogs, Videos etc.:


Die­ser Arti­kel ist eine Über­nahme von blog.collaboratory.de von Kris­tin Narr und Sebas­tian Hasel­beck. Ergänzt wurde das Video von Lutz Ber­ger und Fotos von Jöran Muuß-Merholz.
Text, Video und Bil­der ste­hen unter der CC-by-3.0-Lizenz.

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