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Old-Media-Favoriten 2010

off-topic

Ganz Unberuflich: Jöran über seine Lieblinge des vergangenen Jahres. Dieses Mal mit Euphorie über eine extrem kurze Fernsehserie, ohne Kino, mit verspäteter Musik, einem lebensverändernden Text über Ansagen der Deutschen Bahn und mehreren albernen Stofftieren.

Text des Jahres

Nachdem ich gefühlte 10 Jahre keinen Artikel bei Telepolis bis zum Ende gelesen haben, hat dieser Text es auf Platz 1 der empfehlenswertesten Schriften dieses Jahres gebracht. Und mein Bahnfahren für immer verändert. Bitte folgen Sie diesem Link nur, wenn Sie bereit sind, in Zukunft die ängstlichen oder mitleidigen Blicke anderer Fahrgäste zu ertragen, die Sie für debile Kicherattacken nach vermeintlich belanglosen Durchsagen ernten werden: Egon Müller: Ausstieg in Fahrtrichtung – Durchsageterror bei der Deutschen Bahn (Der Text wird nach etwas langsamen Anfang immer besser.)

Film des Jahres

Im Kino habe ich nichts Ernsthaftes gesehen. Die meisten Filme 2010 habe ich als formell notwendiger Begleiter Minderjähriger gesehen.

Dafür gab es natürlich die letzte Lost-Staffel, über die ich ja hier schon schrieb. Aber das beste Fernsehen aller Zeiten brachte die BBC Wales mit einer nur dreiteilige Serie von 90-Minütern: Sherlock transportiert die Geschichten eines gewissen Privatdetektivs ins Jahr 2010. Ich versuche mich gar nicht in Beschreibungen über die Kamera und die Musik und den Schnitt und die Inserts (die Inserts!), von denen ich ja gar keine Ahnung habe, aber immerhin bemerke, dass sie ganz großes Kino Fernsehen sind. Aber die Schauspieler! #schwärm Für Benedict Cumberbatch muss ein neues Wort deutlich jenseits von cool erfunden werden. Dazu Martin Freeman als Watson (gerade zurück aus dem Krieg in Afghanistan – sic!). Kaufen Sie diese DVD! Wenn Sie zu den rationalen Kaufentscheidern gehören, lesen Sie vorher den Wikipedia-Artikel. Wenn Ihre Englisch-Kenntnisse bescheiden sind, lernen Sie für diese DVD Englisch. Aber bitte kaufen Sie diese DVD!

Musik des Jahres

Große Euphorie weckte 2010 nichts. Gut: Noch ein Album von Johnny Cash, nach dem man sich alt fühlt, und ein Album von Madsen, nachdem man sich jung fühlt. Bzw. umgekehrt. Und eine nachträgliche Entdeckung: das schon 2009 veröffentliche Album Kings & Queens von Jamie T., der gerade mal 23 Jahre alt werden musste, um auf einem Album gleichzeitig wie Mike Skinner, Billy Bragg, Jarvis Cocker und Bono zu klingen, die eine Vereinigung von Arctic Monkeys, The Clash und MGMT spielen.

Wichtig für das Musikhören in 2010: Ich habe keine einzige CD mehr gehört, einige mp3s gekauft (bei amazon, nicht bei itunes) und ansonsten fast alles über die Chrome-Extension Last.fm free music player gehört, mit der sich 95% der bei last.fm vorhandenen Titel frei, komplett und immer wieder hören lassen.

Tier des Jahres

Vier Stofftiere waren dieses Jahr besonders wichtig. Bildmaterial muss reichen:

(Ja, das sind nur drei Tiere. Das vierte ist noch geheim. Vielleicht machen wir mal ein Video draus.)

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