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	<title>Kommentare zu: Rettet Schwarzenegger die Pädagogik? (Oder zumindest den Wald?)</title>
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	<description>Agentur für Bildung [#Konzeption #Organisation #Kommunikation]</description>
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		<title>Von: Wilfried Stascheit</title>
		<link>http://www.joeran.de/schwarzenegger-e-books/comment-page-1/#comment-22</link>
		<dc:creator>Wilfried Stascheit</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 23 Jul 2009 09:21:47 +0000</pubDate>
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		<description>Schwarzenegger will nichts weiter als seinen Arsch retten. Hier geht ews weder um Pädagogik noch um open source (was hier ja nicht Sozialisierung sondern Verstaatlichung der Schulbuchverlage bedeuten würde!) Und wieso soll ein Lesegerät mit den gleichen Inhalten wie die alten Schulbücher (dafür aber in Schwarz-Weiss) irgendetwas an der Bildung und Erziehung ändern? Hier werden allenfalls Bohrmschinen ohne Stromanschluss verkauft. Mag sein, dass hier ein Politiker aus reiner Not anspricht, was wünschenswert wäre, aber so ist das ein Diskussionsanstoß, der auf falsche Gleise führt. Unterricht ist auch nicht allein deswegen besser geworden, dass man aktuelle Arbeitsblätter statt eingefahrener Schulbücher benutzt hat.
Wem nutzt das? Es geht bei allem nicht um das Wohl der Kinder und Jugendlichen (finde ich nirgendwo) sondern um einen Staat, der pleite ist und Verschlechterungen auf Teufel komm raus irgendwie verkaufen muss. Medien bleiben Medien, Methoden bleiben Methoden und Inhalte bleiben Inhalte. Eine Diskussion um Vermittlung bleibt falsch, wenn ich nicht immer schon das &quot;was&quot; mitdenke (das hat nichts mit im voraus Bestimmen zu tun, um das gleich auszuschließen): Was wollen wir den Kindern beibringen, was sollen sie lernen und wozu das alles? Danach müssen sich die Werkzeuge anbieten. Wenn ich dann hoffentlich der Meinung bin, dass die Kinder ein Recht auf individuelle Entwicklung haben, dass sie ihre Lernwege selbst bestimmen  sollten, dass sie selbstbewußt mit sich selbst und respektvoll mit anderen umgehen sollten, dann gibt der Computer mit einem schellen Internetanschluss sicherlich eine Menge mehr Möglichkeiten, als die wir bislang hatten, Möglichkeiten, die wir nutzen sollten. (Aber dann bitte alle Schüler und nicht die Reicheren mit Computer und die anderen wie gehabt als Papierproletariat)
Umgekehrt wird kein Schuh daraus, Mit Freiarbeit und lustigen Lernzirkeln kann man auch Faschismus lehren. Und die Nazis haben jetzt auch ihr eigenes  Facebook.
Sind denn die abstrahierten &quot;Kompetenzen&quot; , die zu lernen ein neues Medium automatisch mitbringt, wirklich alles, was wir aus jahrtausendealter kultureller Entwicklung für tradierbar und zukunftsträchtig erachten?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Schwarzenegger will nichts weiter als seinen Arsch retten. Hier geht ews weder um Pädagogik noch um open source (was hier ja nicht Sozialisierung sondern Verstaatlichung der Schulbuchverlage bedeuten würde!) Und wieso soll ein Lesegerät mit den gleichen Inhalten wie die alten Schulbücher (dafür aber in Schwarz-Weiss) irgendetwas an der Bildung und Erziehung ändern? Hier werden allenfalls Bohrmschinen ohne Stromanschluss verkauft. Mag sein, dass hier ein Politiker aus reiner Not anspricht, was wünschenswert wäre, aber so ist das ein Diskussionsanstoß, der auf falsche Gleise führt. Unterricht ist auch nicht allein deswegen besser geworden, dass man aktuelle Arbeitsblätter statt eingefahrener Schulbücher benutzt hat.<br />
Wem nutzt das? Es geht bei allem nicht um das Wohl der Kinder und Jugendlichen (finde ich nirgendwo) sondern um einen Staat, der pleite ist und Verschlechterungen auf Teufel komm raus irgendwie verkaufen muss. Medien bleiben Medien, Methoden bleiben Methoden und Inhalte bleiben Inhalte. Eine Diskussion um Vermittlung bleibt falsch, wenn ich nicht immer schon das &#8220;was&#8221; mitdenke (das hat nichts mit im voraus Bestimmen zu tun, um das gleich auszuschließen): Was wollen wir den Kindern beibringen, was sollen sie lernen und wozu das alles? Danach müssen sich die Werkzeuge anbieten. Wenn ich dann hoffentlich der Meinung bin, dass die Kinder ein Recht auf individuelle Entwicklung haben, dass sie ihre Lernwege selbst bestimmen  sollten, dass sie selbstbewußt mit sich selbst und respektvoll mit anderen umgehen sollten, dann gibt der Computer mit einem schellen Internetanschluss sicherlich eine Menge mehr Möglichkeiten, als die wir bislang hatten, Möglichkeiten, die wir nutzen sollten. (Aber dann bitte alle Schüler und nicht die Reicheren mit Computer und die anderen wie gehabt als Papierproletariat)<br />
Umgekehrt wird kein Schuh daraus, Mit Freiarbeit und lustigen Lernzirkeln kann man auch Faschismus lehren. Und die Nazis haben jetzt auch ihr eigenes  Facebook.<br />
Sind denn die abstrahierten &#8220;Kompetenzen&#8221; , die zu lernen ein neues Medium automatisch mitbringt, wirklich alles, was wir aus jahrtausendealter kultureller Entwicklung für tradierbar und zukunftsträchtig erachten?</p>
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		<title>Von: Lisa Rosa</title>
		<link>http://www.joeran.de/schwarzenegger-e-books/comment-page-1/#comment-21</link>
		<dc:creator>Lisa Rosa</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jul 2009 10:16:31 +0000</pubDate>
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		<description>Ja richtig, nicht nur Lesen, sondern auch Schreiben, Markieren, Kommentieren, Texte neu mixen, ergänzen und umformatieren ... das alles ist nötig, um zu lernen.  Das ist alles digital möglich (auch in kindl) während in Schulbüchern noch nie hineingeschrieben oder markiert werden durfte, von der Unmöglichkeit, Textteile umzustellen und neu zu gestalten  mal ganz abegesehen.  Und erst Recht mal ganz abgesehen von dem fundamentalen Unterschied zwischen linearem Buchtext und Hypertext. Eine Inititative, die die Schulbücher durch kindl-Lesegeräte und OLPC bzw. ein Handheld ersetzt, ist also auf jeden Fall zu begrüßen. Auch wenn es nur aus Geldspargründen geschieht: Letztendlich wird das Argument der Ökonomie sowieso das einzige sein, was noch hilft (it&#039;s the economie, stupid!) - vorausgesetzt, es sind keine dummen kurzfristigen und im Endeffekt teuren Ersparnisse angestrebt, sondern langfristige gescheite Rechnungen: sinnvolle Investition in Bildung heute spart Gefängnisse und Sozialausgaben später.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja richtig, nicht nur Lesen, sondern auch Schreiben, Markieren, Kommentieren, Texte neu mixen, ergänzen und umformatieren &#8230; das alles ist nötig, um zu lernen.  Das ist alles digital möglich (auch in kindl) während in Schulbüchern noch nie hineingeschrieben oder markiert werden durfte, von der Unmöglichkeit, Textteile umzustellen und neu zu gestalten  mal ganz abegesehen.  Und erst Recht mal ganz abgesehen von dem fundamentalen Unterschied zwischen linearem Buchtext und Hypertext. Eine Inititative, die die Schulbücher durch kindl-Lesegeräte und OLPC bzw. ein Handheld ersetzt, ist also auf jeden Fall zu begrüßen. Auch wenn es nur aus Geldspargründen geschieht: Letztendlich wird das Argument der Ökonomie sowieso das einzige sein, was noch hilft (it&#8217;s the economie, stupid!) &#8211; vorausgesetzt, es sind keine dummen kurzfristigen und im Endeffekt teuren Ersparnisse angestrebt, sondern langfristige gescheite Rechnungen: sinnvolle Investition in Bildung heute spart Gefängnisse und Sozialausgaben später.</p>
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		<title>Von: Basti Hirsch ッ</title>
		<link>http://www.joeran.de/schwarzenegger-e-books/comment-page-1/#comment-19</link>
		<dc:creator>Basti Hirsch ッ</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 14:15:02 +0000</pubDate>
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		<description>Ausgangspunkt der Initiative ist in der Tat das kalifornische Haushaltsloch, welches bereits zu einer Verfassungskrise und der Ausgabe von Schuldscheinen geführt hat. Meines Wissens hat Schwarzenegger seine Digital Textbooks Initiative zunächst am Ende einer Rede zu möglichen Notmaßnahmen vorgestellt, als eines der wenigen Beispiele &quot;where we can save money and make things better&quot;. Im Fact Sheet heißt es daher auch deutlich: &quot;Proposal To Save Money And Stretch Resources During These Difficult Times&quot;.

Daher steht für mich auch keine Reform von Pädagogik und (Medien-)Didaktik im Vordergrund, sondern in der Tat der Open Content Gedanke. Das größte Einsparpotenzial von Digital Textbooks liegt doch darin, die traditionellen Schulbuchverlage um ihre Gewinne zu bringen.

Deine Milchmädchenrechnung ist meiner Meinung nach falsch, da du nur die Kosten für den Staat Kalifornien, aber nicht jene der School Districts miteinbeziehst. Die abfälligen Kommentare zu Drucker und Toner sind geschenkt, hier geht&#039;s doch um On-Demand Printing nur für jene Schüler die kein Lesegerät haben (entweder von den Eltern finanziert oder als Leihgabe der Schule). Das sollte in jedem Fall günstiger sein, als die Materialien von den Schulbuchverlagen zu beziehen.

In den Artikeln die ich hierzu hierzu las wurde deswegen ebenfalls der enorme Aufschwung für OER betont. Interessanterweise starteten in Kalifornien auch das Community College Consortium for OER (http://oerconsortium.org) und das Community College Open Textbook Project (http://collegeopentextbooks.ning.com)

Martha J. Kanter, Kanzlerin des Foothill-De Anza Community College die auch das OER Consortium initiiert hat, ist inzwischen übrigens U.S. Under-Secretary of Education. Und weil es so schön passt zuletzt noch ein Zitat aus Obamas Rede zum Start der &#039;American Graduation Initiative&#039;:

&quot;Even as we repair bricks and mortar, we have an opportunity to build a new virtual infrastructure to complement the education and training community colleges can offer.  So we&#039;re going to support the creation of a new online, open-source clearinghouse of courses so that community colleges across the country can offer more classes without building more classrooms.&quot;

Vielen Dank für den Link zu Brian Bridges Blog!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ausgangspunkt der Initiative ist in der Tat das kalifornische Haushaltsloch, welches bereits zu einer Verfassungskrise und der Ausgabe von Schuldscheinen geführt hat. Meines Wissens hat Schwarzenegger seine Digital Textbooks Initiative zunächst am Ende einer Rede zu möglichen Notmaßnahmen vorgestellt, als eines der wenigen Beispiele &#8220;where we can save money and make things better&#8221;. Im Fact Sheet heißt es daher auch deutlich: &#8220;Proposal To Save Money And Stretch Resources During These Difficult Times&#8221;.</p>
<p>Daher steht für mich auch keine Reform von Pädagogik und (Medien-)Didaktik im Vordergrund, sondern in der Tat der Open Content Gedanke. Das größte Einsparpotenzial von Digital Textbooks liegt doch darin, die traditionellen Schulbuchverlage um ihre Gewinne zu bringen.</p>
<p>Deine Milchmädchenrechnung ist meiner Meinung nach falsch, da du nur die Kosten für den Staat Kalifornien, aber nicht jene der School Districts miteinbeziehst. Die abfälligen Kommentare zu Drucker und Toner sind geschenkt, hier geht&#8217;s doch um On-Demand Printing nur für jene Schüler die kein Lesegerät haben (entweder von den Eltern finanziert oder als Leihgabe der Schule). Das sollte in jedem Fall günstiger sein, als die Materialien von den Schulbuchverlagen zu beziehen.</p>
<p>In den Artikeln die ich hierzu hierzu las wurde deswegen ebenfalls der enorme Aufschwung für OER betont. Interessanterweise starteten in Kalifornien auch das Community College Consortium for OER (<a href="http://oerconsortium.org" rel="nofollow">http://oerconsortium.org</a>) und das Community College Open Textbook Project (<a href="http://collegeopentextbooks.ning.com" rel="nofollow">http://collegeopentextbooks.ning.com</a>)</p>
<p>Martha J. Kanter, Kanzlerin des Foothill-De Anza Community College die auch das OER Consortium initiiert hat, ist inzwischen übrigens U.S. Under-Secretary of Education. Und weil es so schön passt zuletzt noch ein Zitat aus Obamas Rede zum Start der &#8216;American Graduation Initiative&#8217;:</p>
<p>&#8220;Even as we repair bricks and mortar, we have an opportunity to build a new virtual infrastructure to complement the education and training community colleges can offer.  So we&#8217;re going to support the creation of a new online, open-source clearinghouse of courses so that community colleges across the country can offer more classes without building more classrooms.&#8221;</p>
<p>Vielen Dank für den Link zu Brian Bridges Blog!</p>
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		<title>Von: Guido Brombach</title>
		<link>http://www.joeran.de/schwarzenegger-e-books/comment-page-1/#comment-20</link>
		<dc:creator>Guido Brombach</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Jul 2009 05:11:05 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://re-learn.de/?p=143#comment-20</guid>
		<description>Sehr guter ausführlicher Artikel, der das Vermittlungsproblem zwischen Medien und Pädagogik gut reflektiert. Ich hatte vor einigen Wochen getwittert. &quot;Kaum verstehst du als Pädagoge etwas von Medien, wirst du zum Hausmeister degradiert&quot;. Will sagen. Technik = Medien eine Didaktik hat da aber nichts zu suchen! Damit sind dir alle Vermittlungskompetenzen abgesprochen. Habe ich so bei diversen Tagungen erlebt. Schwarzenegger macht auch nichts anderes, als zwei Kompetenzen Medienkompetenz und Didaktik bloß nicht aufeinander zu beziehen. Dabei liegt es so nahe, dass wenn ich statt Hammer und Nagel eine Bohrmaschine nehme, sich auch die Methode ein Loch in die Wand zu bekommen grundlegend ändert. Es werden komplett andere Fertigkeiten verlangt und plötzlich kann man auch viel größere Löcher in die Wand machen, dazu hat man vorher wenn überhaupt viel Muskelkraft benötigt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehr guter ausführlicher Artikel, der das Vermittlungsproblem zwischen Medien und Pädagogik gut reflektiert. Ich hatte vor einigen Wochen getwittert. &#8220;Kaum verstehst du als Pädagoge etwas von Medien, wirst du zum Hausmeister degradiert&#8221;. Will sagen. Technik = Medien eine Didaktik hat da aber nichts zu suchen! Damit sind dir alle Vermittlungskompetenzen abgesprochen. Habe ich so bei diversen Tagungen erlebt. Schwarzenegger macht auch nichts anderes, als zwei Kompetenzen Medienkompetenz und Didaktik bloß nicht aufeinander zu beziehen. Dabei liegt es so nahe, dass wenn ich statt Hammer und Nagel eine Bohrmaschine nehme, sich auch die Methode ein Loch in die Wand zu bekommen grundlegend ändert. Es werden komplett andere Fertigkeiten verlangt und plötzlich kann man auch viel größere Löcher in die Wand machen, dazu hat man vorher wenn überhaupt viel Muskelkraft benötigt.</p>
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